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Nordnet

Nordnet Bank im Portrait

Die Nordnet Bank mit Sitz in Stockholm ist seit 1996 auf dem Broker-Markt aktiv. Der Schwerpunkt des Online Brokers liegt nach wie vor zu einem großen Teil auf dem skandinavischen Markt. Neben dem Handel mit wertpapieren an zahlreichen Börsenplätzen weltweit gehören auch Fonds sowie Altersvorsorgeprodukte zum Sortiment der Nordnet Bank.

Die Nordnet Bank betreut eigenen Angaben zufolge rund 175.000 Kunden. Sie ist in Schweden, Dänemark, Norwegen, Finnland, Luxemburg und Deutschland aktiv. In diesen Ländern werden allerdings keine Zweigniederlassungen unterhalten – der gesamte Geschäftsbetrieb läuft über Stockholm.

Nordnet Bank Konditionen

  • Kostenlose Depotführung
  • Kostenfreie Limits
  • Keine Fremdspesen
  • Xetra-Order: Ab 3,49 Euro plus 0,05 Prozent
  • US-Order: Ab 0,1 Prozent, min. 10 USD
  • Kostenloser Intraday-Kredit
  • Kostenfreie Realtime-Kurse für Vieltrader

Die Nordnet Bank gehört zur Nordnet AB, die seit dem Jahr 2000 an der Stockholmer Börse notiert ist und weltweit rund 280 Mitarbeiter beschäftigt. Das Institut ist an die schwedische Einlagensicherung angeschlossen, die Guthaben bis 500.000 SEK (das entspricht rund 53.000 Euro) zu 100 Prozent absichert.

Konditionen für Trading und Co.

Das Sortiment der Nordnet Bank umfasst praktisch alle gängigen Wertpapiere. Neben Aktien können auch Optionsscheine und Zertifikate, derivative Finanzinstrumente, Rohstoffe und ETFs gehandelt werden. Zum Angebot gehören auch Intraday- und Effektenkredite sowie Leerverkäufe.

Die Depotführung ist unabhängig von der Zahl der getätigten Transaktionen kostenlos. Kostenfrei sind auch alle Limits sowie 6 Währungskonten, die zum Depot gehören. Bemerkenswert ist zudem, dass Anleger bis zu drei Referenzbankverbindungen anlegen können.

Die Transaktionskosten richten sich nach der Handelsaktivität. Die Gebührenstruktur bei der Nordnet-Bank unterscheidet die drei Depottypen „Standard“ (bis zu 50 Transaktionen pro Quartal), „Bonus“ (51 bis 150 Transaktionen)  und „Pro“ (mehr als 150 Transaktionen). Je höher ein Depot eingestuft wird, desto günstiger sind die Transaktionskosten. Die Einstufung in eine bestimmte Kategorie erfolgt zu jedem Kalenderquartal neu.

  • Vieltrader-Rabatt ab 51 Transaktionen im Quartal

Die Kosten für Orders setzen sich aus einer Grundgebühr und einer volumenabhängigen Provision zusammen, wie es bei sehr vielen Brokern der Fall ist. Zudem ist  bei vielen Börsenplätzen eine Mindest- und Höchstgebühr vorgesehen.

Eine Oder über Xetra kostet im Standard-Depot 4,99 Euro plus 0,1 Prozent des Ordervolumens. Maximal werden 44,98 Euro erhoben. Depotinhaber, deren Konto in die Kategorie „Bonus“ eingestuft wurde, zahlen 3,49 Euro plus 0,07 Prozent des Volumens, maximal 43,48 Euro. Trader in der Kategorie „Pro“ zahlen 3,49 Euro plus 0,05 Prozent (maximal ebenfalls 34,48 Euro).

  • Xetra Order für 3,49 plus 0,05 Prozent
  • Telefonische Aufträge ab 19,99 Euro
  • Keine Fremdkosten
  • Handel an US-Börsen ab 10 Dollar

Bei Orders über die Börsenplätze Xetra und Scoach sind auch telefonische Aufträge möglich. Die Gebühren sind dann aber je nach Ordergröße deutlich höher: Unabhängig von der Depotkategorie beträgt die Mindestgebühr 19,99 Euro und die Maximalgebühr 44,98 Euro. In der Standardvariante verlangt die Nordnet-Bank bei telefonischen Aufträgen 0,2 Prozent des Auftragswertes, in den beiden höheren Kategorien werden 0,18 bzw. 0,15 Prozent fällig.

Unabhängig vom Börsenplatz und dem gewählten Auftragsweg fallen bei der Nordnet-Bank keine externen Kosten, wie Xetra-Gebühr oder Maklercourtage, an.

Die Konditionen beim Handel an ausländischen Börsenplätzen sind einfacher strukturiert als die bei Inlandsorders. Es fällt keine Grundgebühr, sondern nur eine volumenabhängige Provision an. Auf eine Maximalgebühr wird verzichtet, auf eine Mindestgebühr hingegen nicht. Im US-Handel beträgt die Gebühr in der untersten Depot-Kategorie 0,15 des Ordervolumens, mindestens jedoch 13 US-Dollar. In der höchsten Kategorie werden 0,1 Prozent, mindestens jedoch 10 Dollar fällig.

Die Handelsplattform Win Trade

Die Nordnet Bank bietet ihren Kunden mit der Handelsplattform Win Trade ein sehr professionelles Tool an. Die Software  ist allerdings nicht für alle Kunden im Leistungsumfang inbegriffen: Erst in der Depotkategorie „Bonus“ und damit mehr als 50 Trades im jeweils vorangegangenen Quartal entfällt die Grundgebühr in Höhe von 12 Euro im Monat.

Der Leistungsumfang der Software ist großzügig und deckt auch gehobene Ansprüche ab. Über die Plattform können alle bei der Nordnet Bank erhältlichen Wertpapiere gehandelt werden. Sie bietet Echtzeitkurse, die im Push-Verfahren geliefert werden. Die Kurse werden auch in Echtzeit in Charts und Diagramme integriert.

  • Echtzeitkurse im Push-Verfahren
  • Kurs-Alerts
  • Anschluss an 12 Nachrichtenagenturen

Die Software bietet zudem Kurs- und Nachrichtenalarme: Erreicht der Kurs eines bestimmten Wertpapiers ein vorab definiertes Level und werden News mit Bezug zu einem Wertpapier veröffentlicht, werden Anleger automatisch darüber informiert. Es besteht Anschluss die News-Versorgung von 12 Nachrichtendiensten. Auch der Zugang zu professionellen technischen Analysen ist im Leistungsumfang der Software enthalten.

Ein Manko: Die Versorgung mit Realtime-Kursen ist nicht im Preis der Software enthalten. Sie ist nur für besonders aktive Trader mit mehr als 150 Trades im Quartal kostenfrei – und dann auch nur, wenn sie sich auf deutsche Aktien beschränkt. Weniger aktive Anleger müssen für deutsche Xetra- und Parkettkurs 20 bzw. 30 Euro monatlich zahlen. Für die Kurse ausländischer Wertpapiere werden zusätzliche Gebühren fällig.

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