Brokerwahl Depot-Rechner Online Broker Vergleich

netbank Test

Netbank im Test

Die Netbank mit Sitz in Hamburg bezeichnet sich selbst als Europas erste reine Internetbank. Das Unternehmen wurde 1998 von 7 Sparda-Banken gegründet und ist seit 1999 auf dem deutschen Markt aktiv. Seit dem Jahr 2007 befindet sich die Netbank mehrheitlich im Besitz der Landesbank Berlin.

Trotz der Zugehörigkeit zu einer Landesbank ist die Netbank Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken. Sie besitzt eine Vollbanklizenz. Im Geschäftsjahr 2008 wurde eine Bilanzsumme in Höhe von gut 826 Mio. Euro ausgewiesen. Die Netbank beschäftigt 25 Mitarbeiter.

zur Netbank

Netbank Konditionen

  • Kostenlose Depotführung ab 10 Trades im Jahr (regulär 11,90 Euro p.a.)
  • Inlandsorder: 10 Euro pauschal plus Fremdspesen
  • Auslandsorder: 30 Euro pauschal plus Fremdspesen
  • Telefon-Order plus 5 Euro
  • Kostenlose Teilausführungen

Zum Sortiment der Bank gehören neben Produkten des Zahlungsverkehrs auch Verbraucher- und Immobilienfinanzierungen. Darüber hinaus werden Tages- und Festgeldkonten sowie  -in Kooperation mit verschiedenen Partnern –Versicherungs- und Vorsorgelösungen angeboten.

Pauschalpreis ist Programm

Das Netbank Depot ist nicht kostenlos: Die jährliche Gebühr in Höhe von 11,90 Euro entfällt nur, wenn entweder mindestens 10 Trades im Jahr getätigt werden oder aber ein Girokonto als Gehaltskonto geführt wird. Das Netbank Girokonto ist kostenlos, bietet allerdings keine unbegrenzt kostenlose Bargeldversorgung.

Die Gebührenstruktur beim Handel mit Aktien, Anleihen, ETFs und Zertifikaten ist sehr einfach gehalten. Bei Inlandsorders fällt eine pauschale Gebühr in Höhe von 10 Euro an. Sie ist unabhängig vom Ordervolumen und versteht zuzüglich anfallender Fremdspesen, wie etwa Xetra-Kosten oder Maklercourtage.

Bei Auslandsorders beträgt die pauschale Gebühr 30 Euro – ebenfalls volumenunabhängig und zuzüglich Fremdspesen. Taggleiche Teilausführungen sind immer kostenlos. Bei Aufträgen, die nicht über das Internet, sondern telefonisch erteilt werden, fällt eine zusätzliche Gebühr in Höhe von 5 Euro an.

Die Kostenstruktur bietet speziell bei Inlandsorders zwei Vorteile: Sie ist erstens einfach zu verstehen und zweitens günstig. Insbesondere Anleger, die regelmäßig mit Volumina ab ca. 10.000 Euro handeln, sparen viel Geld. Bei den meisten Konkurrenten kostet eine 10.000-Euro-Order rund 30 Euro, weil fast alle Online Broker eine volumenabhängige Provision verlangen.

zur Netbank

Kein Intraday-Handel, keine Derivate, keine Realtime-Kurse

Der Handel bei der Netbank eignet sich nicht für jeden. Zwei gravierende Mängel sind festzustellen: Die Netbank ermöglicht weder Intraday-Handel noch den Handel mit Finanzprodukten, die die Finanztermingeschäftsfähigkeit erfordern. Dementsprechend können Optionsscheine ebenso nicht gehandelt werden wie Hebelzertifikate und viele strukturierte Finanzprodukte.

  • Kein Intraday-Handel möglich
  • Keine Derivate handelbar

Daytrader und Kurzfristanleger sind deshalb nicht die Zielgruppe, die von der Netbank angesprochen wird. Das wird auch an dem Umstand ersichtlich, dass Kunden keine Realtimekurse zur Verfügung gestellt werden. Alle Kursinformationen sind um 15 Minuten verzögert.

Neben Aktien und verzinslichen Wertpapieren können bei der Netbank auch Investmentfonds gezeichnet werden. Die Konditionen richten sich dabei nach verschiedenen Kriterien. Wird ein Fonds einer Gesellschaft gezeichnet, mit der die Netbank keine Vertriebsvereinbarung unterhält, fällt neben dem regulären Ausgabeaufschlag auch eine pauschale Gebühr in Höhe von 10 Euro an. Bei Fonds von KAGs, mit denen eine Partnerschaft besteht, entfällt die Pauschale. Ab einem Auftragswert von 2.500 Euro wird zudem ein Rabatt in Höhe von 25 Prozent auf den regulären Ausgabeaufschlag gewährt.

Es besteht die Möglichkeit, bessere Konditionen bei Fonds zu erhalten. Dazu muss ein Fondsdepot eröffnet werden, das neben dem Wertpapierdepot die zweite Anlagelösung der Hanseaten darstellt. Über das Fondsdepot können 3700 Fonds von mehr als 200 KAGs gezeichnet werden. Auf alle Ausgabeaufschläge wird ein Rabatt von 50 Prozent gewährt. Anders als beim Wertpapierdepot spielt es dabei keine Rolle, ob die Netbank mit der jeweiligen KAG eine Vereinbarung besitzt oder nicht.

  • Fondsdepot: 28 Euro p.a.
  • Fonds mit 50 Prozent Rabatt auf AA
  • Sparpläne für 3.700 Fonds ab 100 Euro mtl.

Alle Fonds können über das Fondsdepot auch mit einem Sparplan bespart werden. Die monatliche Mindestrate beträgt 100 Euro – das entspricht der Mindestauftragsgröße bei einer Einmalanlage. Das Fondsdepot ist nicht kostenlos: Die Jahresgebühr beläuft sich auf 28 Euro und entfällt auch nicht für aktive Kunden oder Girokonto-Besitzer.

Fazit: Die Netbank bietet als Online Broker Vor- und Nachteile. Positiv hervorzuheben sind die günstigen und sehr transparenten Konditionen im inländischen Wertpapierhandel. Hier können alle profitieren, die zumindest kein Daytrading betreiben und regelmäßig Orders ab ca. 10.000 Euro aufgeben.

Wer mit Derivaten  handeln will, ist bei der Netbank an der falschen Adresse, weil Produkte mit Erfordernis der Finanztermingeschäftsfähigkeit nicht angeboten werden. Auch für den Handel mit Fonds gibt es bessere Anbieter, weil 50 Prozent Rabatt auf den Ausgabeaufschlag durchaus überboten werden und die hohe Gebühr von 28 Euro für das Fondsdepot kaum nachvollziehbar ist.

Die Netbank ist deshalb ideal für Anleger, die regelmäßig, aber nicht ständig mit Aktien und Anleihen handeln.

zur Netbank

zum Depot-Rechner zum Trading-Typ-Check