Lynx Broker Test
Lynx Broker im Test
Lynx Broker mit Sitz in Amsterdam wurde im Jahr 2006 gegründet und nahm ein Jahr später den Geschäftsbetrieb auf dem niederländischen Markt auf. Im Jahr 2008 folgte die Expansion nach Belgien und Deutschland, wo Zweigstellen eröffnet wurden. Diese werden von den jeweiligen nationalen Aufsichtsbehörden reguliert. Die Muttergesellschaft agiert mit einer Brokerlizenz nach niederländischem Recht.
Die deutsche Zweigstelle hat ihren Sitz in Berlin. Lynx Broker wickelt alle Geschäfte über das britische Handelshaus Interaktive Brokers Ltd. ab. Dadurch besteht eine zusätzliche Regulierung über die britische FSA. Die Einlagen bei Lynx Broker sind mehrfach gesichert. Zum einen besteht durch die Kooperation mit Interactive Brokers Anschluss an die FSCS, die Guthaben bis 30.000 GBP zu 100 Prozent und die folgenden 28.000 GBP zu 90 Prozent abdeckt.
Lynx Broker: Die Konditionen im Überblick
- Kostenfreie Kontoführung
- Mindesteinzahlung: 4.000 Euro
- Inlandsorders ab 6 Euro inklusive Fremdspesen
- US-Orders ab 5 USD
- Optionen und Futures für 2 Euro je Kontrakt ohne Grundgebühr
- Keine Limitgebühren
- Kostenfreie Teilausführungen (taggleich)
- Abgeltungsteuer erst am Jahresende fällig
Aktien, Optionen und Optionsscheine auf Effektenkonten sind bis zu 30 Mio. Dollar pro Person geschützt. Bareinlagen sind bis zu 1 Mio. Dollar abgesichert. Der zusätzliche Schutz wird durch Verträge mit der SIPC und Lloyds of London Insurers gewährleistet.
Das Unternehmen beschäftigt eigenen Angaben zufolge weltweit 800 Mitarbeiter. Pro Tag werden über Lynx Broker mehr als 1 Million Transaktionen abgewickelt. Das Eigenkapital des Unternehmens beläuft sich auf mehr als 4,8 Mrd. US-Dollar. Lynx Broker nimmt als einer der wenigen Anbieter der Branche Stellung zu den Geschehnissen der Finanzkrise und betont, in keinerlei Geschäfte mit ABS-Papieren und anderen riskanten Geschäften involviert gewesen zu sein.
Abgeltungsteuer wird erst am Jahresende fällig
Die Kontoführung bei den Niederländern ist kostenlos. Sie ist ab einer Mindesteinlage in Höhe von 4.000 Euro möglich. Alternativ zu einer Bareinzahlung kann auch ein Depotübertrag mit entsprechendem Gegenwert erfolgen, der seitens Lynx Broker ebenfalls kostenlos ist. Einzahlungen sind per Überweisung sowie mittels Kreditkarte möglich.
Bei der Kontoführung gibt es einige Besonderheiten, die sonst auf dem Markt nicht zu finden sind. Zum einen betrifft dies Anleger, die jünger sind als 21 Jahre: Sie können kein Margin-Konto, sondern lediglich ein Barverrechnungskonto eröffnen. Auf diesem werden Verkaufserlöse erst nach drei Tagen wieder gutgeschrieben. Deshalb ist aktives Daytrading für Anleger unter 21 Jahren nur möglich, wenn diese Einschränkung hingenommen werden kann.
- Mindesteinlage: 4.000 Euro
- Marginkonto ab 21 Jahren
- Abgeltungsteuer wird am 31.12. gesammelt einbehalten
Eine weitere Besonderheit betrifft die Abgeltungsteuer. Da die Depotführung in England erfolgt, wird die Steuer nicht unmittelbar nach de Realisation eines Gewinns einbehalten, sondern erst am Jahresultimo am 31.12. abgeführt. Kontoinhaber müssen hierzu eine eigene Erklärung bei Lynx Broker einreichen. Durch die kumulierte Abführung der Steuer erhalten Anleger einen Liquiditätsvorteil, der bei entsprechend profitablen Trades und einem größeren Kontovolumen schnell zu einem Mehrgewinn im fünfstelligen Bereich führen kann.
Top-Sortiment für Profi-Ansprüche
Das Lynx Broker Sortiment bietet alles, was Trader benötigen: Neben dem Handel mit Aktien stehen auch Optionen, Futures, CFDs und Währungen (Forex) zur Verfügung. Auf Fonds und Anleihen wird verzichtet. Das Sortiment ist damit klar auf Trader zugeschnitten, die häufig Transaktionen tätigen und sich auch mit komplexen und risikobehafteten Finanzinstrumenten gut auskennen.
Die Konditionen sind durchweg sehr günstig und transparent. Auf komplizierte Gebührenstrukturen wird konsequent verzichtet: Weder Handelsplatzentgelte noch sinnlos viele Gebühren-Kombinationen finden sich im sehr übersichtlich gestalteten Preis-Leistungsverzeichnis.
Beim Handel mit Aktien stehen insgesamt 14 Handelsplätze aus der ganzen Welt zur Verfügung. In Deutschland kann über Xetra sowie die Frankfurter Börse geordert werden. Die Gebühr bei Xetra-Orders beträgt dabei 0,15 Prozent des Transaktionswertes. Mindestens werden 6 Euro und maximal 99,90 Euro fällig. Bei Orders über Xetra fallen keine Fremdkosten an, bei der FWB ist dies möglich.
Ähnlich einfach sind auch die Entgelte für fast alle anderen Börsenplätze strukturiert. In der Regel beträgt die Gebühr nicht mehr als 0,15 Prozent des Transaktionswertes. Zu beachten ist allerdings, dass in der jeweiligen Landeswährung abgerechnet wird. Das gilt auch für etwaige Mindestgebühren, die zum Beispiel 15 CHF, 25 HKD oder 10 AUD betragen können.
Einfache Gebührenstruktur bei allen Instrumenten
Die Konditionen im US-Handel sind geringfügig komplizierter strukturiert, jedoch ausgesprochen günstig. Die Gebühr richtet sich (wie international sehr häufig üblich) nach der Anzahl der gehandelten Aktien. Bis zu einem Volumen von 800 Aktien wird eine Grundgebühr von 4 USD plus eine Zusatzgebühr in Höhe von 0.005 USD je Aktie fällig. Bei mehr als 800 Aktien beträgt der Preis 1 Cent je Aktie. Die Mindestgebühr beträgt 5 Dollar.
Die Konditionen im Aktienhandel sind durchweg sehr günstig. Das gilt für kleinere und größere Orders gleichermaßen, auch wenn geringere Maximalgebühren sicherlich wünschenswert wären. Auch der Handel am Terminmarkt ist sehr günstig. Optionen können an insgesamt 11 Handelsplätzen gehandelt werden. In Deutschland fallen je Kontrakt lediglich 2 Euro an. Hier ist Lynx Broker der Konkurrenz besonders weit voraus: Auf dem deutschen Markt werden fast immer Grundgebühren zwischen 10 und 15 Euro erhoben, ohne dass die Kontraktgebühr dadurch günstiger ausfällt. Die Preisstruktur bei Futures ähnelt der bei Optionen sehr stark. Für Anleger, die regelmäßig am Terminmarkt handeln, ist Lynx Broker deshalb eine sehr kostengünstige Adresse.
CFDs mit sehr niedrigen Spreads
Auch bei Lynx Broker hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass zu einem auf risikofreudige Anleger ausgerichteten Sortiment auch CFDs gehören. Insgesamt werden 2900 Differenzkontrakte angeboten. Als Basiswerte dienen dabei Einzelaktien genauso wie Indizes, Zinsen, Währungen und Anleihen. Mit Ausnahme von CFDs auf Einzelaktion fällt keine Kommission an. Die Spreads sind fair und liegen definitiv unter dem durchschnittlichen Marktniveau. So beträgt die Geld-Brief-Spanne im CFD auf den DAX30 lediglich 1 Indexpunkt.
- CFDs auf 2900 Basiswerte, darunter Zinsen, Währungen, Anleihen
- Keine Kommissionen im CFD-Handel (Ausnahme Aktien-CFDs)
Besonders positiv hervorzuheben sind bei Lynx Broker die Servicequalität und die Leistungsfähigkeit de Handelsplattform. Der Kundenservice ist in deutscher Sprache erhältlich und per Mail und Telefon ebenso erreichbar wie per Chat. Die Mitarbeiter sind im Hinblick auf die Plattform ebenso gut geschult wie hinsichtlich der handelbaren Finanzinstrumente.
Die Plattform bietet mehrere Zugänge zum Konto. Neben einer Download-Version steht auch eine browserbasierte Version zur Verfügung, über die von jedem PC mit Internetanschluss aus gehandelt werden kann. Mobile Lösungen ermöglichen den Handel von Smartphones aus.
Die Trading-Plattform lässt keine Wünsche offen
Die Trading-Plattform bietet auch anspruchsvollen Tradern eine Komplettlösung für den Handel an den Weltmärkten. Sowohl für die technische als auch für die fundamentale Marktanalyse werden umfangreiche Tools geboten.
Die Charting-Applikation von Lynx Broker bietet neben Trendlinien und zahllosen Darstellungsarten auch Fibonacci-Werkzeuge, Elliott Waves sowie 80 technische Indikatoren. Die Parameter der Indikatoren können individuell eingestellt werden. Das Charting-Tool bietet eine lückenlose Versorgung mit Realtime-Kursen. Das Tool ist sehr anwenderfreundlich und bietet auch Fortgeschrittenen alle Werkzeuge, die üblicherweise von technischen Analysten eingesetzt werden. Das Layout lässt sich gut den eigenen Bedürfnissen anpassen. Kurzum: Das Tool ist rundum gelungen und bietet einen echten Mehrwert.
- 80 technische Indikatoren
- Kostenlose Realtime-Kurse
- Umfangreiche Analyse- und Reasearch-Tools
Anders als bei den meisten Konkurrenten findet sich bei Lynx Broker auch ein reichhaltiges Angebot für die fundamentale Analyse. Insbesondere Such- und Filterfunktionen stehen zur Verfügung. So ist z.B. möglich, Aktien nach bestimmten Kriterien, wie z.B. KGV etc. zu sortieren. Auch Analystenmeinungen, aktuelle Gewinnschätzungen und Unternehmensportraits können einfach abgerufen werden. Abgerundet wird das sehr gute Angebot durch Zugriff auf Meldungen der SEC zu bestimmten Unternehmen und den veröffentlichten Insider-Käufen. Auch hier: Daumen hoch!
Fazit: Lynx Broker ist ein Profi-Brokerhaus, das auch gehobene Ansprüche vollständig zufriedenstellen kann. Das ausgesprochen breite Sortiment und die sehr transparenten und fairen Konditionen sowohl im Aktien- als auch im Terminhandel machen die Niederländern zu einer der Top-Adressen auf dem europäischen Brokermarkt. Gemäß der Standard-Preisliste müssen Trader, die oft sehr große Volumina handeln, mehr zahlen als bei der Konkurrenz. Der professionelle Auftritt von Lynx Broker lässt allerdings vermuten, dass sich hier ggf. Sonderregelungen treffen lassen können. Die Plattform überzeugt durch Stabilität, einfache und reibungslose Handhabung und ein Funktions-Angebot, das auf dem europäischen Markt nur selten zu finden ist.



