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DKB Test

DKB im Test

Die Deutsche Kreditbank (DKB) ist eine im Bereich Zahlungsverkehr für Privatkunden eine der bekanntesten Internetbanken. Sie konnte die Zahl ihrer Kunden u.a. durch ein vielfach prämiertes Girokonto auf insgesamt 2 Millionen steigern. Im Brokerage-Bereich ist das Institut bislang weniger bekannt.

Die DKB wurde 1990 als erste private Bank der DDR gegründet. Der Sitz des Unternehmens ist Berlin. Nachdem die DKB zuerst von der Treuhandanstalt übernommen wurde und  nach deren Auflösung kurzzeitig im Besitz des Bundesfinanzministeriums war, wurde das Institut 1995 von der Bayrischen Landesbank übernommen. Diese hält bis heute 100 Prozent der Anteile. Durch die Zugehörigkeit zur Bayern-LB ist die DKB an den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands öffentlicher Banken angeschlossen. Die Guthaben auf Depot- und Verrechnungskonten sind somit in unbegrenzter Höhe zu 100 Prozent geschützt.

DKB: Die Konditionen im Überblick

  • 10 Euro für jede Inlandsorder unabhängig vom Ordervolumen
  • Kostenfreie Limits
  • Kostenloses Girokonto als Verrechnungskonto inklusive
  • 0,5 Prozent Zinsen auf dem Verrechnungskonto
  • 17,40 Euro jährliche Depotgebühr

Die DKB ist in den letzten 10 Jahren erheblich gewachsen. Belief sich die Bilanzsumme im Jahr 2000 noch auf knapp 20 Mrd. Euro, waren es im Jahr 2009 bereits mehr als 50 Mrd. Euro. Die Zahl der Mitarbeiter steigt von gut 1000 zur Jahrtausendwende auf knapp 1200 im Jahr 2009. Auch wenn die DKB in den Neuen Bundesländern einige Filialen und Niederlassungen für Tochtergesellschaften unterhält, agiert sie in den Bereichen Zahlungsverkehr und Brokerage als reine Internetbank.

Girokonto zur Depoteröffnung gratis dazu

Der Antrag zur Depoteröffnung bei der DKB kann bequem online am Bildschirm ausgefüllt werden. Es folgen die üblichen Formulare (viele davon werden nur als .pdf-Dokument angezeigt) sowie ein Postident-Verfahren. Für die Kontoeröffnung schreibt die DKB 3.000 Prämienpunkte gut, die gegen Sachprämien im DKB-Club eingetauscht werden können.

Wer ein Depot bei der DKB eröffnet, erhält ein kostenloses Girokonto dazu. Es dient als Verrechnungskonto. Das „DKB Cash“ gilt als eines der günstigsten Konten auf dem Markt. Es wird ausschließlich online geführt und erfordert keinen Mindestgehaltseingang. Alle Buchungen sind bereits enthalten. Auf dem Girokonto werden 0,5 Prozent Zinsen p.a. gezahlt. Zum Konto gehört zudem eine Kreditkarte mit eigenem Konto, auf dem 1,65 Prozent Zinsen im Jahr gezahlt werden. Mit der DKB Visacard kann  weltweit kostenlos Bargeld am Geldautomaten bezogen werden.

  • 1,65 Prozent Zinsen p.a. aufs Tagesgeld

In diesem Punkt überzeugt die DKB: Attraktive Verzinsung plus ein kostenfreies und vollwertige Konto gratis dazu.

Die Depotführung ist leider nicht kostenlos. Kunden können zwischen zwei Tarifen wählen. Werden alle Abrechnungen und Belege online eingesehen und nur einmal jährlich per Post versandt, kostet das Depot 17,40 Euro im Jahr. Bei postalischem Versand aller Belege nach jeder Abrechnung fällt die doppelte Jahresgebühr (34,80 Euro) an. Die Jahresgebühr entfällt nur, wenn das Depot ausschließlich zur Verwahrung von DKB-Investmentfonds genutzt wird. Da es davon jedoch nur 9 Stück gibt, kommt diese Nutzung für die wenigsten in Frage.

Einfache und günstige Konditionen für Inlandsorders

Die Gebührenstruktur bei der DKB ist sehr einfach gehalten. Für Orders an inländischen Börsenplätzen fällt eine Gebühr in Höhe von 10 Euro an. Es spielt dabei keine Rolle, wie groß das Transaktionsvolumen ist. Fremdkosten, wie Xetra-Gebühren oder Maklercourtage, müssen allerdings wie üblich zusätzlich entrichtet werden.

  • 10 Euro Flat-Fee an bei allen Inlandsorders (plus Fremdspesen)
  • 50 Euro Flat-Fee bei allen Auslandsorders (plus Fremdspesen)

Limits können kostenlos gesetzt, gestrichen und geändert werden. Für Inlandsorders ab etwa 5.000 Euro ist die DKB damit ein sehr günstiger Broker. Bei Auslandsorders gestaltet sich dies schon etwas anders: Mit einer volumenunabhängigen Pauschale in Höhe von 50 Euro plus Fremdspesen fallen die Kosten für Orders an ausländischen Börsenplätzen recht hoch aus.

Anleger, die Zinsen oder Dividenden für Wertpapiere in ihrem Depot erhalten müssen dafür zahlen. Die DKB verlangt 0,58 Prozent des Buchungswertes, mindestens jedoch 5,50 Euro. Sehr erfreulich ist die transparente Gebührenstruktur: Der Verzicht auf kombinierte Provisionen und bankinterne Handelsplatzentgelte ist eine Erleichterung. Wer häufig im Ausland handelt oder sehr oft Kapitalerträge vereinnahmt, muss allerdings viel dafür zahlen.

Die DKB weist ausdrücklich darauf hin, dass kein Intraday-Handel möglich ist. Auch mit Derivaten kann nicht gehandelt werden. Das Angebot beschränkt sich auf Fonds, Anleihen und Aktien. Für Trader eignet sich das Sortiment somit nicht. Das gilt auch für Freunde des außerbörslichen Handels: Diesen gibt es bei der DKB nicht.

Stabile Plattform ohne viel Drumherum

Die Brokerage-Plattform der Deutschen Kreditbank beschränkt sich auf das Wesentliche und kommt ohne viele Zusatzleistungen aus. Neben der Orderaufgabe bietet sie einige Marktinformationen, bei denen es sich vorwiegend um Kurse der wichtigsten Indizes und Aktien mit 15 Minuten Verzögerung handelt.

Die Plattform läuft allerdings sehr stabil und erfordert weder einen  Hochleistungs-PC noch weitergehende Kenntnisse im Hinblick auf Online-Broking-Dienste.

Fazit: Das Sortiment der DKB lässt keine Zweifel daran offen, welcher Kundenkreis angesprochen werden soll: Alle Anleger, die vorwiegend im Inland handeln, kein Intraday-Trading betreiben und keine „klassischen“ Trading-Applikationen (wie z.B. Charting-Tools und Realtime-Pushkurse) benötigen. Diese Klientel ist bei der DKB sehr gut aufgehoben: Die Konditionen sind transparent und sehr günstig und das Angebot absolut ausreichend. Durch die günstigen Konditionen in anderen Bereichen eignet sich die DKB auch gut als „Hausbank im Internet“.

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