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DKB Broker

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DKB-Bank im Portrait

Die Deutsche Kreditbank (DKB) mit Sitz in Berlin ist eine 100prozentige Tochter der Bayrischen Landesbank. Sie betreut eigenen Angaben zufolge 2 Millionen Privat- und Firmenkunden. Im Privatkundengeschäft bietet sie neben Wertpapierdienstleistungen auch Produkte des Zahlungsverkehrs, Verbraucher- und Immobilienkredite sowie Energiefinanzierungen an.

Die DKB unterhält nur sehr wenige Filialen (der geographische Schwerpunkt liegt dabei auf den Neuen Bundesländern) und agiert vor allem im Privatkundengeschäft vornehmlich als Direktbank. Die Führung eines Girokontos bei der DKB ist ebenso ausschließlich online möglich wie die Depotführung. Das Girokonto der DKB dient als Verrechnungskonto für das Wertpapierdepot.

DKB: Die Konditionen im Überblick

  • 10 Euro für jede Inlandsorder unabhängig vom Ordervolumen
  • Kostenfreie Limits
  • Kostenloses Girokonto als Verrechnungskonto inklusive
  • 0,5 Prozent Zinsen auf dem Verrechnungskonto
  • 17,40 Euro jährliche Depotgebühr

Im Jahresbericht 2009 wies die DKB eine Bilanzsumme in Höhe von knapp 51 Mrd. Euro aus. Sie beschäftigte eigenen Angaben zufolge knapp 1200 Mitarbeiter. Die rund 2 Millionen Privat- und Firmenkunden unterhalten bei der DKB Einlagen im Gegenwert von mehr als 25 Mrd. Euro. Die DKB hat zugleich Kundenkredite im Umfang von gut 47 Mrd. Euro vergeben.

Die DKB-Bank war die erste private Bank der DDR und wurde im Jahr 1990 gegründet. In der Folgezeit gingen mehr und mehr Anteile der DKB auf die Treuhandanstalt über, die 1993 schließlich alleinige Eigentümerin wurde. Ein erheblicher Teil des Passivgeschäfts war 1991 von der Dresdner Bank sowie der Deutschen Bank übernommen worden. Als die Treuhandanstalt zum 31.12.1994 aufgelöst wurde ging der Besitz der DKB vorübergehend auf das Bundesministerium der Finanzen über.

Am 31.01.1995 erfolgte schließlich der Verkauf an die Bayrische Landesbank, zu der sie noch heute gehört. Durch die Zugehörigkeit zur Bayern-LB ist die DKB an den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken angeschlossen. Die Guthaben der Kunden sind dadurch in unbegrenztem Umfang zu 100 Prozent gesichert.

Konditionen für Trading und Co.

Die Depotführung bei der DKB kostet 17,40 Euro im Jahr. Alle Belege sind jederzeit online abrufbar. Einmal pro Jahr erhalten Depotinhaber eine postalische Abrechnung mit allen Belegen. Auf Wunsch kann auch nach jeder Abrechnung ein Beleg per Post versandt werden. In diesem Fall beläuft sich die jährliche Gebühr für die Depotführung allerdings auf 34,80 Euro. Das Depotentgelt entfällt, wenn das Depot ausschließlich für Investmentfonds der DKB genutzt wird.

Die Orderkonditionen bei der DKB sind sehr transparent gehalten. Eine Inlandsorder kostet unabhängig vom Auftragsvolumen immer 10 Euro. Der Preis gilt für alle über die DKB handelbaren Wertpapiere. Dazu zählen Aktien, Anleihen und Fonds. Optionsscheine und andere derivative Finanzinstrumente können nicht gehandelt werden. Auch der Intraday-Handel ist nicht möglich.

  • 10 Euro pro Inlandsorder unabhängig vom Auftragsvolumen
  • 50 Euro für jede Auslandsorder
  • 0,58 Prozent Gebühr bei Zins- und Dividendenzahlungen

Die Ordergebühr versteht sich zuzüglich fremder Kosten, wie z.B. Xetra-Gebühr oder Makler-Courtage. Für Auslandsorders fallen je Auftrag 50 Euro (ebenfalls zuzüglich Fremdkosten und unabhängig vom Auftragswert) an. Die Limitverwaltung ist kostenfrei. Anleger müssen eine Gebühr zahlen, wenn sie Zinsen oder Dividenden erhalten. Je Buchung werden 0,58 Prozent des Gegenwerts der erhaltenen Zahlung, mindestens aber 5,50 Euro fällig.

Plattform, Service und Zusatzleistungen

Die DKB bietet insgesamt 9 eigene Investmentfonds an. Diese können ohne Ausgabeaufschlag erworben werden. Auch Sparpläne in diesen Fonds sind möglich – die Mindestrate beträgt dabei 50 Euro. Bei Sparplänen fällt keine Gebühr an.

Die Handelsplattform der DKB beschränkt sich auf das Wesentliche: Neben der Orderausführung bietet sie Anlegern aktuelle Marktinformationen. Umfangreiche Charting-Tools, Analyse-Datenbanken oder Research-Material wird allerdings nicht zur Verfügung gestellt. Die Kurse sind um 15 Minuten verzögert.

Nach dem Eingang aller erforderlichen Unterlagen bei der DKB erhalten Anleger binnen zwei Wochen die PIN zum Login ins Depot sowie eine iTAN  -Liste. Zum Antragsverfahren gehören wie üblich ein Postident sowie verschiedene Unterlagen, die zum Teil in elektronischer Form (z.B. die Formulare im Zusammenhang mit MiFID) zur Verfügung gestellt werden.

Erwähnenswert ist das DKB Cash Girokonto, das als kostenloses Verrechnungskonto dient. Es erfordert keinen Gehaltseingang und bietet eine Guthabenverzinsung in Höhe von 0,5 Prozent. Kontoinhaber können Guthaben auch auf das angeschlossene Kreditkartenkonto umbuchen, wo 1,65 Prozent Zinsen gezahlt werden. Mit der Kreditkarte kann  weltweit kostenlos Bargeld abgehoben werden.

DKB Tagesgeld

2,05 Prozent p.a. (variabel) für Neu- und Bestandskunden. Erweiterte deutsche Sicherung über Sicherungseinrichtungen der öffentlichen Banken. Der Zinssatz gilt für Guthaben auf dem Kreditkartenkonto, das zum Girokonto gehört. Das Girokonto ist ohne Bedingungen kostenfrei, so dass eine Nutzung als Tagesgeldkonto möglich ist.

Fazit: Die DKB ist der richtige Broker für mittel- bis langfristig orientierte Anleger, die keinen Intraday-Handel und keine Derivate benötigen und auch nicht auf Zusatzleistungen wie Charting-Applikationen angewiesen sind. Aufgrund der günstigen Konditionen kann das Girokonto auch als Hauptkonto genutzt werden  – in diesem Fall bietet die DKB ein Komplettpaket für die privaten Finanzen. Daytrader und Anleger mit vielen Auslandstransaktionen sind bei der Konkurrenz besser aufgehoben.

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