Brokerwahl Depot-Rechner Online Broker Vergleich

DAB Test

Die DAB-Bank mit Sitz in München ist der Pionier unter den Online-Brokern: Als erstes Unternehmen bot das Institut in Deutschland den Handel am Aktienmarkt über das Internet an. Heute gehört die DAB-Bank mehrheitlich der HypoVereinsbank und damit zum italienischen Finanzkonzern Unicredit.

zur DAB Website

DAB-Bank Konditionen

  • Kostenfreies Depot inkl. Tagesgeldkonto
  • Xetra-Order ab 9,45 Euro
  • Limit ändern 2,50 Euro (Einrichtung kostenlos)
  • Telefonorder plus 10 Euro
  • Alle Fonds mit min. 50 Prozent Rabatt auf AA

Die DAB-Bank zählt heute mehr als 620.000 Depotkunden und verwaltet Kundenvermögen im Wert von knapp 25 Mrd. Euro. Im Jahr 2009 wurden über das Institut 6,7 Mio. Kundentransaktionen durchgeführt. Seit 1999 ist die DAB-Bank an der Börse notiert. Derzeit wird die Aktie im Prime Standard gelistet, nachdem sie im Jahr 2007 aus dem S-DAX-Segment der Deutschen Börse ausgeschieden ist.

  • Personalisierte Benutzeroberfläche
  • Mehrere Fenster gleichzeitig möglich
  • Unabhängige Orders miteinander verknüpfen

Die DAB-Bank bietet ihren Kunden ein vollumfängliches Bank-Sortiment. Neben klassischen Brokerage-Dienstleistungen gehören der Handel am Forex Markt sowie verschiedene außerbörsliche Handelsmöglichkeiten zum Angebot. Darüber hinaus können DAB-Kunden aus mehr als 5.000 Investmentfonds wählen, deren Ausgabeaufschlag um mindestens 50 Prozent reduziert ist. Auch ETFs und Leistungen der klassischen Vermögensverwaltung gehören zum Angebot der Münchner.

  • Außerbörslicher Handel mit 25 Partnern
  • Flat-Fee und No-Fee-Aktionen bei strukturierten Produkten und OS
  • Keine Maklercourtage, keine Xetra-Kosten
  • Forex Trading mit 50 Währungspaaren und 50fachem Hebel

Die DAB-Bank bietet ihren Kunden zudem ein reichhaltiges Angebot an strukturierten Finanzprodukten. In diesem Segment wurde die DAB-Bank bereits mehrfach als einer der Top-Anbieter auf dem deutschen Markt ausgezeichnet. Produkte des Zahlungsverkehrs sowie (in Kooperation mit anderen Finanzdienstleistern) Kredite und Immobilienfinanzierungen runden das Sortiment ab.

  • Zugang zu Börsenplätzen weltweit
  • 30 Prozent Rabatt ab 100 Transaktionen pro Halbjahr

Drei Trading Plattformen für jeden Anspruch

In diesem Jahr hat die DAB-Bank mit dem Power Trader ein neues Tool für den Wertpapierhandel eingeführt. Es handelt sich dabei nicht um die erste Innovation in diesem Bereich. In der Vergangenheit wurden mehrfach neue Software-Lösungen für die handelnde Kundschaft entwickelt – zum Teil mit nur mäßigem Erfolg.

Der DAB Power Trader ermöglicht es, mehrere Trading-Masken gleichzeitig geöffnet zu halten. Sehr komfortabel im Vergleich zu den Anwendungen vieler anderer Broker ist dadurch z.B. die Möglichkeit, auch während der Orderaufgabe aus einem anderen Fenster Informationen einzuholen. Die bereits eingegebenen Orderdaten gehen dabei nicht verloren. Der Power Trader ermöglicht viele personalisierte Einstellungen der Benutzeroberfläche. Er eignet sich dementsprechend besonders für Trader mit überdurchschnittlich viel Handelserfahrung.

Für Anleger mit weniger Erfahrungen, die bei der Durchführung ihrer Transaktionen Unterstützung  benötigen, bietet die DAB-Bank den DAB Trader an. Dabei handelt es sich um eine vereinfachte und auf das Wesentliche komprimierte Softwarelösung. Anfängern wird eine sehr detaillierte Menüführung an die Hand gegeben, die den Weg vom Suchen nach einem bestimmten Wertpapier bis zur Orderaufgabe genau vorgibt.

zur DAB Website

Die dritte Software-Version, mit der auf das DAB-Bank Depot zugegriffen werden kann, ist der DAB Profi Trader. Anders als die anderen beiden Versionen ist er nicht kostenlos. Nur Kunden, die pro Halbjahr mindestens 250 Transaktionen tätigen, sparen sich die monatliche Gebühr in Höhe von knapp 35 Euro. Zu der Grundgebühr kommen die Kosten für die Realtime-Kursversorgung.

Über den DAB Profi Trader sind verschiedene zusätzliche Ordertypen möglich, die insbesondere Vieltradern Zeit im hektischen Handelsalltag ersparen sollen. So können etwa verschiedene, voneinander unabhängige Orders miteinander verknüpft werden. Mit einer Enhanced Bracket Order können Trader bereits beim Kauf eines Wertpapiers den Verkauf regeln. So kann etwa festgelegt werden, dass ein Wertpapier gekauft werden soll, wenn es ein bestimmtes Kursniveau überschreitet. Zugleich wird dann bereits bei der Orderaufgabe bestimmt, dass ein Stück weit über dem Einstiegsniveau der Verkauf erfolgen soll. Die Enhanced Bracket Order verknüpft eine OCO-Order mit einer Next-Order.

Ob sich die neue Plattform als dauerhaft gute Lösung herausstellen wird, muss zunächst noch abgewartet werden. Die ersten Eindrücke beim einer testweisen Untersuchung lassen jedenfalls den Schluss zu, dass die Technologie sicher und zuverlässig arbeitet und dass der breite Funktionsumfang ohne Zugeständnisse an anderer Stelle genutzt werden kann.

Das Angebot lässt kaum Wünsche offen

Das Angebot an handelbaren Wertpapieren  und Finanzinstrumenten bei der DAB-Bank ist sehr groß. Positiv hervorzuheben sind die vielfältigen Möglichkeiten des außerbörslichen Handels, der bei den Münchnern als „DAB-Sekundenhandel“ bezeichnet wird. Durch Kooperationen mit 25 Handelspartnern können Aktien, Anleihen, Optionsscheine, Zertifikate, Währungen und Gold sowie Derivate auf verschiedene Rohstoffe ohne Umweg über die Börse gehandelt werden.

Anleger erhalten im Sekundenhandel einen Kurs angezeigt, zu dem sie verbindlich kaufen können – bestätigen sie die Order, kommt das Geschäft umgehend zustande und die Transaktion wird im Depot eingebucht. Insgesamt können 200.000 Wertpapiere zu ohne Börsenplatzentgelt und Maklercourtage gehandelt werden. Durch besondere Kooperationen mit der Baader Bank sowie dem Handelspartner Lang&Schwarz können auch 3.000 Fonds über den Sekundenhandel gehandelt werden. Die DAB-Bank bietet den außerbörslichen Handel mit verschiedenen Emittenten zu vergünstigten Konditionen an.

zur DAB Website

Die DAB-Bank folgt dem Trend der Branche und bietet auch den Handel mit Währungen über ein Marginkonto an. Geboten wird der Handel in 50 Währungspaaren mit einer Hebelwirkung von maximal dem 50fachen des Einsatzes. Von diesem Angebot profitieren in besonderem Maße Anleger, die vorwiegend klassische Kapitalanlageprodukte benötigen und nur hin und wieder bzw. mit einem überschaubaren Teil ihres Vermögens am Währungsmarkt aktiv werden möchten.

Die Konditionen beim Aktienhandel über die Börse sind nicht weltbewegend, aber vertretbar. Wie bei den meisten online Brokern setzen sich auch bei der DAB-Bank die Transaktionskosten aus verschiedenen Komponenten zusammen. Bei jeder Order fällt ein Grundentgelt in Höhe von 4,95 Euro an. Dazu müssen Anleger eine volumenabhängige Provision (0,25 Prozent des Orderwertes) zahlen. Die Mindestprovision beträgt 3 Euro, so dass die minimale Ordergebühr sich auf 7,95 Euro beläuft. Maximal kostet eine Order inklusive Grundentgelt 59,95 Euro.

Günstiger US-Handel, teure Exoten

Beim Handel über Xetra und Scoach Frankfurt fällt ein zusätzliches Entgelt in Höhe von 1,50 Euro je Order an. Für Transaktionen an anderen Inlandsbörsen erhebt die DAB-Bank eine „Abwicklungspauschale“ vom 2,90 Euro. Die Kosten für Orders an den Weltbörsen variieren stark je nach Handelsplatz.

Günstig ist der Handel an den großen US-Leitbörsen NYSE, Amex und Nasdaq: Hier beträgt das Börsenplatzentgelt 15 Euro je Transaktion. Das ist im Vergleich zu vielen Konkurrenten günstig. Beim Handel an den „Weltbörsen Kategorien II“, zu denen z-.B. London, Paris und Tokyo zählen, fallen zusätzlich zum Grundentgelt 24 Euro je Order an. Der Handel an weniger stark frequentierten Börsenplätzen ist sehr teuer: Das minimale Börsenplatzentgelt in Prag und Athen beträgt z.B. 60 Euro. Die osteuropäischen Börsen sind durchweg mindestens ebenso teuer wie der Handel an Börsen wie Thailand, Malaysia oder Jakarta. Hier besteht (wie auch bei vielen Konkurrenten) Nachholbedarf!

„Heavy-Trader“ werden auch bei der DAB-Bank mit Sonderkonditionen belohnt. Die Einstufung als Vieltrader erfolgt, wenn in einem Kalenderhalbjahr 100 Transaktionen durchgeführt werden und gilt für alle folgenden Transaktionen in diesem Kalenderhalbjahr. Vom Zeitpunkt der Einstufung an wird ein Preisnachlass von 30 Prozent gewährt. Außerbörsliche Transaktionen zählen allerdings nicht – weder für den Status als Vieltrader noch für einen möglicherweise bereits erworbenen Rabatt-Status.

Auch wenn der Rabatt gilt, muss eine Ordre stets mindestens 7,95 Euro kosten. Für Trader mit sehr vielen Transaktionen ist das Angebot durchaus interessant. Bei Transaktionen, die nicht über das Internet abgewickelt werden, fällt ein „Offline-Entgelt“ in Höhe von 10 Euro an.

Fazit: Die DAB-Bank ist eine Vollbank mit sehr viel Erfahrung im Wertpapiergeschäft und einem Sortiment, das keine Wünsche offen lässt. Die Konditionen sind gut für Anleger, die Vermögensaufbau betreiben möchten und schwerpunktmäßig Fonds und langfristige Aktienpositionen halten. Für Trader mit sehr vielen Transaktionskosten ist die noch nicht sehr lange im Tagesbetrieb stehende neue Plattform eine gewisse Unbekannte.

zur DAB Website

zum Depot-Rechner zum Trading-Typ-Check